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ETC Messestand

London 2014

ETC Tradeshow Booth 2014, London

Großes Theater mitten im Messealltag. Auf der Fachmesse PLASA in London stellte ETC, der renommierte Hersteller von Licht- und Bühnen-Obermaschinerie-Systemen für Entertainment und Architekturanwendungen, einfach alles auf den Kopf. 

Auftraggeber ETC GmbH
Datum 05.10.2014
Services Exhibit Construction
Brand Experience

Die Firma aus Middleton, Wisconsin, verwandelte ihren Messestand in eine Showbühne! Unter der Decke hingen zwei Musketiere und lieferten sich einen Fechtkampf vom Feinsten. „Auch für mich war das einer der abenteuerlichsten Einsätze meiner satis&fy-Laufbahn“, so Projektleiter Frank Simon verwegen wie einst d´ Artagnan im Kampf für den König.

Schon während der Ideenfindung für das in enger Abstimmung mit dem Kunden entworfene Standdesign war klar: Ein Eyecatcher musste her! Der Bezug zu ETC lag auf der Hand: Theater! Kein normales Theater, sondern eine Fechtszene wie aus einem Alexandre-Dumas-Drama. Und der Gag: Dreht alles einfach um und unter die Decke: Upside down! So entstand eine lebensnahe Degen-Szene – die Akteure waren naturgetreu nachgebildet. satis&fy-Partner Jens Hübner (Stagedesign, Frankfurt) lieh mit Hilfe von Mullgips-Technik einem Musketier sein Gesicht.

Die Ausstattung und die Klamotten kamen teils sogar aus Paris. Hemden und Hosen waren so an die Figuren vernäht, dass die Schwerkraft sich nicht auswirken konnte, und die Schwerter entsprechend verschweißt. Die Skelette der Kämpfer waren lediglich mit Hilfe von je zwei Schrauben an die Plattform fixiert, alles passend zur Bewegung. Ein Kerzenleuchter, der die Szene scheinbar beleuchtete, hing von der Decke herab – ohne dass Wachs tropfte ... 

Der ästhetische Anspruch an die einzelnen Elemente und den Gesamtkomplex war selbstverständlich hoch, der Aufwand groß. 3,5 Tage Aufbau vor Ort war nur das eine, das andere: Das gesamte Set wurde eine Woche vor dem Aufbau auf Wunsch des Kunden in einer Art Trockentraining konfiguriert und getestet. 

Fünf Tage lang verschraubten, bemalten, befestigten und hängten Frank Simon und seine Deko-Team-Kollegen die gewagte  Deckenkonstruktion, bauten und stylten Möbel. Sie legten die Position der Verschraubungen und der Hängepunkte an den Traversen fest, brachten Markierungen und Schellen an. Vor Ort musste das Team dann nur noch die gemessene Konfiguration montieren. „Ohne den Probeaufbau hätten wir es in London nicht geschafft“, so Frank erleichtert.

Erst jetzt konnte die Vorstellung beginnen. Der Clou: Die Besucher des Standes durften mithilfe der neuesten Lichttechnik von ETC den Lichtgestalter spielen, das Gefecht illuminieren und an Lichtpulten die gesamten Skala aus Lichttemperaturen und Farbmöglichkeiten durchspielen. Die dafür verwendeten Podeste waren asymmetrisch geneigt, aus lackiertem (Tiger Drylac) Metall und schwarz gehaltenem Holz gefertigt. Die Scheinwerfer schwebten rund um die Szene an von der Decke hängenden Stangen. An gerahmten, neutralweißen Leinwänden, die ebenfalls unter der Decke hingen, konnten die Besucher die Helligkeit und Farbmischmöglichkeiten der Scheinwerfer zusätzlich testen.

Der Stand bestach aber nicht nur durch dieses ausgefeilte Arrangement, sondern auch durch die spezielle Bannerarchitektur, die in der Messehalle schon von weitem die Blicke auf sich zog. Flexible Headpanels umrahmten die Theaterszene wie Plakate, die ihre Botschaft nach außen verkünden. Sie bestanden aus CFC-Alurahmen, ineinander versteckt und je nach Größe des Standes flexibel erweiterbar. Sehr praktisch: Ein nicht brennbarer Stretchstoff mit Gummilippe sorgte für ein faltenfreies Aufziehen auf die Panels.

Das Set wurde gleich nach der PLASA bis zum kommenden Frühjahr erst einmal in Werne eingelagert. Bis zur Prolight+Sound in Frankfurt. Dann wird wieder gefochten – um die Gunst der Kunden! 

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