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Pop-up-Restaurant Pret A Diner in Berlin

Nichts bleibt, wie es war

Pop-up-Restaurant Pret A Diner in Berlin

Eben noch verwitterter Altbau, jetzt strahlende Design-Location: Die Schönheit des Vergänglichen hat einen Reiz, dem man sich schwer entziehen kann!

Auftraggeber Kofler & Kompanie
Datum 22.02.2016
Services Lighting Audio Video
Corporate Events

Wäre es anders, hätten Blumenhändler längst auf Plastikblumen umgesattelt. Und Pop-up-Konzepte wären nicht so spannend und erfolgreich. Kreativ-Gastronom Klaus-Peter Kofler ist einer von den Unternehmern, die seit Jahren mit dem Vergänglichen jonglieren, um sich selbst und ihre Angebote immer wieder neu erfinden zu können. Sein Konzept Pret A Diner poppte schon in Metropolen wie Frankfurt, London, Zürich oder ­Basel auf, um jeweils nach wenigen Tagen oder Wochen wieder zu verschwinden, als sei nichts gewesen.

Hinter Pret A Diner verbirgt sich ein temporäres Restaurantkonzept, dessen Ziel es ist, neuartige ­Gastronomie-Konzepte zu präsentieren. Anlässlich der Berlinale ­sollte nun auch in Berlin gezaubert werden – zum dritten Mal seit der ­Geburtsstunde des Konzepts im Jahr 2011. Das Motto: „The ­Audience“. Was durchaus doppeldeutig zu verstehen ist. Es verrät nicht nur, dass die Gäste im Mittelpunkt des Geschehens ­stehen sollen, es verweist auch dezent auf den Hauptsponsor, der zufällig genauso lautet wie die ersten vier Buchstaben des Begriffs. Für die technische Umsetzung waren wir gefragt.

Ein Grundsetting an Technik für ein Restaurant mit Beschallung, ­Video und Beleuchtung herzustellen, das klingt nach einer mach­baren Angelegenheit. Eine erste Begehung der Location führte allerdings zu synchronem Kinnkratzen im Team. Die Sache sollte in Berlin Kreuzberg in einem leer stehenden und abgerockten Altbau stattfinden, das ehemalige Verwaltungsgebäude einer Firma, die sich mit dem Bau von U-Bahn-Waggons beschäftigte. Nun hat so ein U-Bahn-Waggon-Bauplanverwalter freilich andere Anforderungen als eine Design-Gastronomie. Allein die Anliefersituation gestaltete sich kreativ: Der komplette Inhalt eines Trailers mit großen Mengen an Kabeln musste über einen kleinen Außenaufzug im Innenhof in den 3. Stock gebracht werden. Kabel sind bekanntermaßen ohne Strom erst die halbe Miete, doch die Stromversorgung im Haus ­erwies sich als Herausforderung. Schließlich wollten nicht nur jede Fritteuse und alle Dampfgarer, sondern auch Projektoren für die 3-D-Kunstinstallationen, die Beschallung für die Live-Acts und die LED-Leuchten für das sanfte Loungefeeling etwas davon abhaben. Um nur ein paar Bedürftige zu nennen. 

Hier erwies sich die enge Zusammenarbeit mit dem Pret-A-Diner-Team als perfekt. So konnte auf das ein oder andere Nice-to-have in der Küchentechnik verzichtet werden, man stimmte sich ab und hatte immer dasselbe Ziel: Dort, wo eben noch Bauarbeiter eine graue Staubwolke hinterlassen hatten, einen magischen Ort zu schaffen, über den „The Audience“ etwas zu reden hat. Rund 3500 Food-Enthusiasten und Party-People konnten drei Wochen lang in festen Intervallen einen Platz im 340m2 großen Gastraum buchen, die peruanische Trend-Küche von Pachamama aus London genießen, sich von Street-Art inspirieren lassen und vor Ort auch selbst zum Pinsel zu greifen. 

Nur einer im Raum hatte jeden Abend etwas ganz anderes vor, als sich misofermentierten Möhrchen auf Quinoa oder geräuchertem Joghurt hinzugeben: Jeweils ein Teammitglied von uns blieb in Bereitschaft, behielt die Technik im Auge und sorgte dafür, dass die Magie ungestört blieb. Wir bringen ­unsere ­Kabel nun wieder woanders hin. Gern auch für Kofler & Kompanie, die sich als nächstes Ibiza und Dubai vornehmen werden. Immer auf der Suche nach der Schönheit des ­Vergänglichen. 

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