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Arbeiten bei satis&fy

#wesatisfy2

Emilija Scharfenort (27) ist Scenic Lead in der Fachabteilung Scenic Services

Mein Job ist ein Abenteuer

Ich arbeite seit fünf Jahren für satis&fy, davon seit zwei Jahren als Scenic Lead in der Abteilung Scenic Services. Mit ständig neuen Herausforderungen und immer komplexeren Projekten ist für mich kein Arbeitstag wie der andere.

Meine Hauptaufgabe besteht in der Organisation der baulichen Umsetzung von Messeständen, Bühnensetups, Grafikabwicklungen und komplexen szenografischen Installationen weltweit.  Das geschieht immer in enger Abstimmung mit der Konstruktion, der Grafikabteilung, dem Warehouse und dem Project Management.

Jedes Projekt beginnt mit der Angebotskalkulation. Ist ein Angebot bestätigt, berate ich die Projektleitung über geeignete Materialien, stimme Druckvorgaben und Ausfertigungen von Sonderkonstruktionen ab und übergebe die Anforderungen aller Elemente an unsere Fachabteilungen. Neben der Auswahl von benötigten Werkzeugen und Verbrauchsgütern liegt auch die Personalplanung und Koordination der Crew vor Ort in meinem Verantwortungsbereich.

Meine Projekte begannen mit einfachen Standardsetups, wie 15 Quadratmeter großen Messeständen mit genormten Bauteilen, Mietmobiliar und Teppichboden. Schnell entwickelten sie sich dann aber zu komplexen Großveranstaltungen mit unzähligen Sonderanfertigungen, hunderten von Grafiken und mehrwöchigen Aufbauzeiten.

Seit ich als Scenic Lead angefangen habe zu arbeiten, haben sich meine Verantwortungsbereiche immer wieder gewandelt und weiterentwickelt. Das liegt zum einen an meinem persönlichen Entwicklungsdrang, aber auch am Vertrauen, das mir meine Vorgesetzten und Kollegen entgegenbringen, indem sie mir immer größere Projekte anvertrauten. Zum anderen spielen natürlich auch die steigenden Ansprüche in der gesamten Eventbranche eine Rolle.

Abwechslungsreiche Ausbildung

Angefangen hat alles mit meiner Ausbildung als Gestalterin für visuelles Marketing im Sommer 2012. Die erste Lektion, die jedem Azubi bei satis&fy beigebracht wird ist, dass kein Projekt eine One-Man-Show ist. Um das zu lernen, verbrachte ich die ersten Wochen meiner Ausbildung gemeinsam mit allen Azubis im Lager. Ich habe Kabel sortiert, Trailer beladen, Bühnenteile gestapelt und einen ersten Einblick in die unglaubliche Leistung meiner Kollegen in der Materialdisposition bekommen. Jede Veranstaltung ruht auf den Rücken unserer Lagercrew, die wöchentlich einen Materialumschlag von 100 bis 250 Tonnen stemmen, organisieren und wieder zurücksortieren.

Mit diesen Eindrücken führte mich meine nächste Station ins Event Design. Da ich meinen persönlichen Schwerpunkt im Grafikbereich habe, durfte ich etwas länger als andere in dieser Abteilung bleiben. Ich verbesserte meine Fähigkeiten in der Bildbearbeitung, legte Druckdateien an und machte erste Schritte in der 3D-Visualisierung von Veranstaltungssetups.  

Als nächstes stand die Werbegestaltung an. Dort lernte ich viel über die richtige Druckvorstufe und Datenkontrolle bei großformatigen Digitaldrucken. Außerdem brachte man mir alles über die Bedienung der Produktionsdruckmaschinen, das Anlegen von Vektordaten für Folienschnitte am Plotter und das Aufkaschieren von selbstklebenden Folien bei.

Im zweiten Lehrjahr kam ich in unsere Schreinerei. Dort baute ich vor allem Spannrahmen zusammen. Ich wurde außerdem für eine Woche auf eine Holzfachschule geschickt. Dort konnte ich den TSM1 Schein absolvieren. Nach diesem Lehrgang durfte ich auch die Formatkreissäge und die große Plattensäge bedienen und konnte bei der Produktion von Sonderkonstruktionen mitarbeiten.

Lehrgänge und Qualifikationen waren grundsätzlich ein großer Bestandteil meiner Berufsausbildung. Während der Lehre habe ich neben dem TSM1 auch einen Gabelstaplerführerschein, die Qualifizierung als Sachkundiger für Anschlagmittel und einen Grundkurs in Höhenarbeiten absolviert.

Ab dem zweiten Lehrjahr wurde ich regelmäßig auf größeren Produktionen eingesetzt. Das wird bei satis&fy mit allen Azubis gemacht, unabhängig vom Bereich. So war ich unter anderem für den Manchester Premier Cup in England und für eine andere Nike Produktion in Barcelona.

Die letzten Monate meiner Ausbildung verbrachte ich in der Abteilung Scenic Services. Dort plante ich eigenverantwortlich kleinere Projekte und setzte damit den Grundstein für meine heutige Arbeit und meine praktische Abschlussprüfung nach zweieinhalb Jahren Ausbildung. Für die entwarf und baute ich einen kleinen Messestand, auf dem ich die Produkte der Fairtrade Organisation Baobab präsentiert habe.

Arbeiten und Studieren

Nach bestandener Abschlussprüfung begann ich zusätzlich zur Anstellung, ein Kommunikationsdesign Studium in Darmstadt. Die Kombination von Studium und satis&fy ist nicht immer einfach. Die Arbeitsbelastung ist bei Beidem sehr hoch und meine Arbeitszeiten mit dem Studium abzustimmen, war in den ersten Semestern eine große Herausforderung. Aber ich bin in meinem Team auf viel Verständnis gestoßen und meine Wünsche mich weiterzubilden, wurden von meinen Vorgesetzten stetig unterstützt.

Da ich meine Projekte eigenverantwortlich betreue, kann ich vieles im Homeoffice erledigen und meine Arbeitszeiten so flexibel einteilen, dass sie nicht mit Pflichtveranstaltungen oder Klausuren kollidieren. Das klappt nicht immer reibungslos. Im Sommer 2016 war ich für Red Bull in Ibiza. Ich musste zwischenzeitlich für eine Abschlusspräsentation zurück an die Uni, um dann, wenige Tage später für den Abbau wieder nach Ibiza zu reisen. Meinen Flug am Präsentationstag habe ich knapp verpasst und verbrachte den ganzen Tag damit einen Ersatzflug zu finden, mit meinen Professoren zu telefonieren und irgendwie meinen Präsentationstermin zu verschieben. Das hat nach vielen Telefonaten und E-Mails zwischen dem Verkehrsstau und Flughafen, zum Glück noch funktioniert. Ich konnte die Präsentation am nächsten Tag nachholen und flog dann wenig später wieder zurück nach Ibiza.

Entwicklung und Eigenverantwortung

In den nächsten Monaten führt mich mein Weg in die USA. An unserem Standort in Portland werde ich mein fünfmonatiges Praxissemester verbringen und meine Erfahrungen auf internationaler Ebene weiter ausbauen. Eine weitere großartige Chance für mich, mein Studium mit meiner Arbeit zu verbinden und mich persönlich weiterzuentwickeln.

Mein Start bei satis&fy war handwerklich, mein Berufsbild ist grundsätzlich kaufmännisch und mein persönlicher Schwerpunkt liegt bei Grafik und Design. Bei satis&fy habe ich die Möglichkeit, alle meine Interessen in einem Beruf zu vereinen, der genau so abwechslungsreich wie herausfordernd ist.

In den vergangenen fünf Jahren, hat sich mein Berufsalltag immer wieder entwickelt und verändert. Ich bin bei satis&fy groß geworden und will hier noch weiterwachsen. Ich hätte vor zwei Jahren nicht absehen können, dass ich heute beruflich an diesem Punkt stehe. Genau so wenig kann ich jetzt voraussagen, wohin ich mich in fünf Jahren entwickeln werde. Sicher weiß ich nur, dass ich noch viele Jahre bei satis&fy verbringen werde. 

Das Meistern von Herausforderungen war schon immer das größte Talent des satis&fy Teams  - sowohl in der Bewältigung von außergewöhnlichen Projekten als auch der Förderung von Talenten.

 

Fotos: Anna Imm Photography

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