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Ein richtig duftes Event

„Eine Frau, die kein Parfum trägt, hat keine Zukunft.“ Sagt ­zumindest Coco Chanel und die muss es wissen. In diesem Sinn kümmert sich eine umtriebige Branche um die Zukunft von Frauen, aber auch Männern, mit der Kreation von immer wieder neuen und beson­deren Düften. Keine leichte Arbeit, aber eine, die im Idealfall in einer großen Preisverleihung mündet: Seit 1993 wird in Deutschland alljährlich der Deutsche Parfumpreis, die DUFTSTARS, verliehen. ­Ausrichter ist die Fragrance Foundation Deutschland, der Hersteller, Lieferanten, Händler und Medien angehören. An der Auswahl der Preisträger sind eine Fachjury sowie 250 Experten beteiligt, auch ein Publikumspreis gehört dazu. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel lobt in einem Grußwort Parfum als ein kostbares Kulturgut und seine Herstellung als bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Die DUFTSTARS sind wirklich eine große Sache in der Beauty- und Lifestyle-Welt.

In diesem Jahr fand die Preisverleihung wie im Vorjahr im Kraftwerk in Berlin statt. Das ehemalige Heizkraftwerk inmitten der Hauptstadt ist mit seiner eindrucksvollen Industrieästhetik auf insgesamt über 7000 m2 ein reizvoller Kontrapunkt zu zarten Düften. Es wurde fast zeitgleich mit der Berliner Mauer erbaut und versorgte die Hauptstädter bis 1997 mit Wärme. Seit 2010 hat es sich einen Kultstatus als besonderer Ort für Events erworben. Für den Abend ­wiederholt gesetzt waren nicht nur die außergewöhnliche Location, ­sondern auch Gastgeberin Barbara Schöneberger und die Agentur Vaterblut, die für Idee und Konzept verantwortlich war. Letztere wusste genau, mit wem sie ihre Ideen umsetzen wollte, und so ­freuten wir uns sehr, zum zweiten Mal dieses Event begleiten zu dürfen – mit Licht, Rigging, Ton und Bühne.

Zu den DUFTSTARS gehören, wie es sich für eine bedeutende Preisverleihung gehört, die Show selbst, ein Dinner und eine ­After-Show-Party. Alles fand im selben Haus auf verschiedenen Ebenen statt. Zum einen ein logistischer Vorteil, zum anderen musste alles zeitgleich stehen, denn der große offene Raum ist akustisch entsprechend transparent. Herzstück der Ausstattung war eine temporäre Bühne aus Layer-Elementen, für die 60 Tonnen Stahl mal eben ins Obergeschoss gebracht wurden. Überhaupt der Aufbau: In ziemlich kurzer Zeit mussten neun Trailer geleert und der Inhalt im Kraftwerk (das an diesem Abend in Duftwerk umbenannt wurde) in Position gebracht werden. Dazu gehörten auch 1000 Quadratmeter „red carpet“, der in diesem Falle ganz CI-gemäß ein „purple carpet“ war. Und natürlich geht an so einem Abend auch nichts ohne 120m2 Pressewand fürs Blitzlichtgewitter. Apropos Licht: Allein für Rampenlicht und Bühne waren 74 Scheinwerfer im Einsatz, darunter die frisch angeschafften energieeffizienten Platinum-FLX-Scheinwerfer. Im Dinner-Bereich sorgten weitere Scheinwerfer und Zoom-Profiler für atmosphärischen Glanz und stimmungsvolles Funkeln beim ­Zuprosten. Locations wie das rau-schöne Kraftwerk entfalten ihren Reiz erst mit dem richtigen Licht, was den Job hier unter anderem so spannend macht. Die Energie des Raumes wird durch die Beleuchtung spürbar. Was am Ende natürlich auch durch dynamische Sounds unterstützt wurde: Kultband Culcha Candela rockte das Haus und brachte nicht nur die 800 geladenen Gäste, sondern sicher auch die Flakons der Preisträger zum Tanzen.

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