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Es werde grün!

Es bewegt sich was in der Veranstaltungsbranche! Das will die greenmeetings und events deutlich machen, die Messe für nachhaltige Veranstaltungen. Mit dabei als Referent: Marcus Stadler, Leiter unseres CSR-Teams (Corporate Social Responsibility). Kein Wunder, für satis&fy ist „Reduzieren, Vermeiden, Wiederverwerten“ seit langem Joballtag. Mit „Showgreen“, dem Bekenntnis unseres Unternehmens zu einer nachhaltigeren Handlungsweise, sind wir in vielen Bereichen Vorreiter bei der umweltbewussten Eventgestaltung. 

„Es geht eine Menge“, berichtete Marcus den interessierten und fachkundigen Messebesuchern. „Teilweise kann man schon mit wenigen Änderungen viel erreichen.“ Und er listete Erfolge auf, die sich einstellen können, wenn man schon am Anfang konsequent nachdenkt, was am Ende passiert. LED-Scheinwerfer, die nur dann „brennen“, wenn sie gerade gebraucht werden, Teppiche auf Maisbasis, damit sie recycelt werden können, FSC-Hölzer, die möglichst häufig verwendet werden, Stoffe und umweltschonende Drucke, die mehrfach eingesetzt werden, und einiges mehr. 

Doch Marcus hatte keine Blümchen in den Sprechblasen – die greenmeetings und events ist auch ein guter Ort, um Tacheles zu reden. Denn vieles ist noch nicht so, wie es sein sollte, und es gibt dicke Bretter, die man noch bohren muss, zum Beispiel beim Aufbau von geschlossenen Recyclingketten in Deutschland, etwa bei Messeteppichen. Darüber hinaus macht ein niedriger Ölpreis Recyclingmaterialien wirtschaftlich uninteressant. Lückenlose Recyclingnachweise bei Kunststoffen gibt es nicht. Strom ist allzu oft Bestandteil einer pauschalen Locationmiete, ein stromsparendes Verhalten wird so nicht belohnt. Und das wichtigste: Die Nachfrage muss steigen. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt, um Lücken zu schließen und die Preise noch attraktiver gestalten zu können. Dazu müssen Kunden natürlich wissen, was möglich ist und was sie davon haben. Und so schließt sich der Kreis zu Messen wie der greenmeetings und events. Eine gute Möglichkeit für Marcus, über das wichtige Thema Nachhaltigkeit zu informieren, ohne den Kunden damit in den Ohren zu liegen. 

Die an diesen und zwei weitere Vorträge anschließende engagierte Diskussion erbrachte Lösungsansätze. Die Idee ist, branchenweit einen Leitfaden zu erarbeiten, der Eventverantwortlichen und öffentlichen Auftraggebern hilft, die richtigen Fragen zu stellen und sich für den „grünen Weg“ zu entscheiden. Denn nur, wenn jeder weiß, was machbar ist, kann die Nachfrage steigen. satis&fy will weiter intensiv an der Kommunikation arbeiten. Dann wären da noch die öffentlichen Ausschreibungen. Wenn Nachhaltigkeit hierbei ein echtes Kriterium wird, würde die gute Sache einen deutlichen Schub bekommen. Und auch Kooperationen sind gefragt: Wenn die Branche zusammenrutscht, Sonderbauten mehrfach zum Einsatz kommen, Unternehmen sich zusammentun, um von Herstellern ökoeffizientere Produkte einzufordern – dann werden am Ende alle profitieren. Allen voran: Die Umwelt.

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