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Für Nike in Schottland

Für sein neues Performance Fitting Centre hat sich der amerikanische Sportartikelhersteller Nike gleich zwei Partner ins Boot geholt: den renommierten schottischen Golfclub Archerfield Links und die internationale Production Company satis&fy.

Für satis&fy ist die Zusammenarbeit mit Nike nicht neu. Seit Jahren unterstützt der Eventdienstleister den führenden Sportausrüster überall auf der Welt bei allen Arten von Veranstaltungen mit Equipment und Know-how. Neu bei diesem Projekt war unter anderem die Tatsache, dass es sich bei dem Performance Fitting Centre nicht um eine kurzfristige Installation handelt, sondern um eine Einrichtung, die mindestens acht Jahre lang ambitionierten Golfern zur Verfügung stehen soll.

Die Aufgabenstellung sah eine Erweiterung der bestehenden Driving-Range des traditionsreichen Archerfield Links Golfclubs an der Küste Nordschottlands vor. Den Rohbau übernahm der Club selbst, das Design für die professionelle, hochwertige Einrichtung kam vom Nike Global Design Team aus Portland in den U.S.A. Vorproduktion und Installation erfolgte durch die satis&fy Zentrale in Karben bei Frankfurt.
Ziel des Projekts im Auftrag von Nike Europe Golf in Hilversum, Niederlande, war es, neben aller Funktionalität (Drive-, Putt- und Chip-Testing sowie entsprechende Anpassung des Equipments an den individuellen Swing) die luxuriöse Clubatmosphäre im Country-Style aufzugreifen und fortzuführen. Mit Blick auf den „Athleten im Golfer“ soll dieses Novum weltbestes Golf-Fitting erlebbar machen und darüber hinaus Coaching durch namhafte Nike Golftrainer bieten.

Schon bei der Vorbesichtigung im Mai 2014 durch Projektleiter John van Gaal von satis&fy Hilversum, der das Nike Golf Product Management Europe schon von früheren Projekten kennt, stellte sich heraus, dass eine lokale Produktion nicht infrage kam: „Zu viele Unwägbarkeiten. Zum Beispiel bedeutet selbst eine genaue RAL-Angabe nicht, dass man vor Ort auch exakt den gewünschten Farbton bekommt.“ So wurde entschieden, Vorproduktion und Installation von satis&fy in Karben bei Frankfurt durchführen zu lassen.
Aufgrund der fast schon globalen Projekt-Konstellation entschied sich satis&fy für ein strategisches Konzept, mit dem international aufgestellte und global agierende Kunden noch besser, präziser und effizienter unterstützt werden. Dazu satis&fy CEO Dirk Vennemann: „Über den Globus verteilte satis&fy Standorte schließen sich zusammen, um ihre speziellen Kompetenzen einzubringen, durch Nutzung von Zeitunterschieden Vorgänge zu beschleunigen und dem Kunden überall mit direkten Ansprechpartnern zur Verfügung zu stehen.“

Die Abstimmung von Design und Planung erfolgte über Maika Janat von satis&fy Portland, die bei Nike Projekten auf dem amerikanischen Kontinent stets engen Kontakt zum Nike Global Design Team hat. Diesmal mussten unter anderem unterschiedliche Auffassungen von Nike Global und Nike Europe sowie materialspezifische Aspekte, budgetäre Erwägungen und auch Ausstattungswünsche des Club-Managements „unter eine Golfkappe“ gebracht werden.

Marc Patrick Alley leitete in Karben die Vorproduktion der Einrichtungs- und Gestaltungselemente in direkter Zusammenarbeit mit dem Nike Global Design Team: „Es ging nicht nur darum, die Entwürfe minutiös umzusetzen, damit alles exakt dem Nike Corporate Design entspricht. Unsere Spezial- und Sonder-Anfertigungen werden für die nächsten acht Jahre dort sein, tagtäglich genutzt und aus unmittelbarer Nähe in Augenschein genommen werden. Ein weiterer Grund, höchste Präzision walten zu lassen. Hinzu kommt: Aufgrund des geplanten langfristigen Einsatzes im rauen schottischen Küstenklima kamen nur hochwertige Materialien wie gut abgelagerte Massivhölzer, Glas und Edelstahl in Frage. Dies gilt in erster Linie für die zur Driving-Range komplett offenen Abschlagboxen, aber auch für die Innenausstattung, denn es steht zu erwarten, dass aufgrund der Nutzungsweise die Türen häufig offen sein werden.“

Für den Innenbereich wurden anhand exakter Vorgaben diverse Massivholz-Vitrinen wie Club-Racks und Displays gebaut. Sie dürfen sich nicht verziehen, müssen trotz der quasi Outdoor-Bedingungen stets gut gangbar bleiben und dem täglichen Gebrauch ohne optische Einbußen gewachsen sein. Ebenfalls hohe Anforderungen stellten die Display-Vitrinen mit ihren integrierten Grafiken und Aufteilungen, denn letztere sollten austauschbar und ohne Aufwand saisonalen Themen anpassbar sein. „Wir haben uns zur Realisierung dieser Modularität einiges einfallen lassen. Unter anderen sind die von uns hergestellten grafischen Backdrops mit Klettband in den Vitrinen befestigt und können blitzschnell ohne große Umbauphasen gewechselt werden,“ erläutert Franziska Braunbeck, für die Anfertigung der grafischen Deko-Elemente zuständig. Sämtliches Gestaltungsmaterial für die Wände in Form von Logos, Schriftzügen und Bildern stammt ebenfalls aus der Deko-Abteilung von satis&fy in Karben.

Ein weiterer wichtiger Aspekt waren die Lichtverhältnisse in den Try-out-Zonen für Driver und Putter, da alles zur Auswertung durch Experten und Trainer ‒ und natürlich durch den Spieler selbst ‒ von mehreren Kameras aus verschiedenen Blickwinkeln auf Video dokumentiert und mit Technologien wie Trackman and V One analysiert wird. Im Anschluss daran erfolgt dann in einem gesonderten Raum das eigentliche „Club-Fitting“, bei dem die Golfschläger des Spielers von einer Fachkraft durch präzises, kontrolliertes Biegen dem persönlichen „Swing“ angepasst werden.

Die Installation vor Ort nahm fünf Tage in Anspruch und verlief aufgrund der sorgfältigen Vorbereitung reibungslos. Ergänzend zu den vorproduzierten Teilen hatten die Trucks aus Deutschland große Mengen Spanplatten geladen. Sie dienten dazu, den sorgfältig gepflegten Rasen abzudecken, um das Einbaumaterial mit schwerem Gerät bis ans Fitting Centre transportieren zu können, ohne Schäden am Turf zu verursachen.

„Die kontinuierliche Betreuung des Nike Performance Fitting Centre, also die Pflege und Wartung der Einrichtung sowie die Ausstattung mit wechselnden Dekomaterialien, wird in derselben Konstellation mit denselben Ansprechpartnern auf satis&fy Seite fortgeführt werden“, fügte Firmenchef Dirk Vennemann abschließend hinzu. „Das Konzept passt perfekt zu uns als „One-Stop-Solution“ und zu unserem Kunden Nike. Es ermöglicht optimale, effiziente Abstimmung über Landesgrenzen und Zeitzonen hinweg und beinhaltet zudem mehrere Instanzen der Qualitätskontrolle.“

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