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Pop-Oratorium Luther feiert Weltpremiere

Am 31. Oktober fand die ausverkaufte Premiere eines gigantischen Chor- und Musicalprojekts in der Dortmunder Westfalenhalle 1 statt: Das Pop-Oratorium Luther. Fast 3.000 Sänger und Sängerinnen, zusammengestellt aus 85 Chören, besangen anlässlich des be vorstehenden 500-jährigen Reformationsjubiläums in dem über di mensionalen, musikalischen Bühnenstück das Leben des Kirchenreformators Martin Luther. 

Eine wahre Herausforderung für das Team von satis&fy-Projektleiter Andy Borgmann. Nicht gesanglich natürlich. Vielmehr ging es darum, die Vorgaben von Tonmeister Carsten Kümmel umzusetzen. Allein die Mikrofonierung des riesigen Chores war rekordverdächtig. Tontechniker Arnd Wagner gelang das Kunststück mit Hilfe von im Oberrang abgehängten drei Meter langen Alupipes. Das Monitoring erfolgte ebenfalls mit im Oberrang montierten Monitorlautsprechern. 

So bekam jeder einzelne Chorteilnehmer auch wirklich eine Stimme. Und schließlich auch ein Gesicht. Denn damit das Publikum die voluminöse Künstlerschar auch in Aktion bewundern konnte, musste ein ausgewogenes Lichtkonzept her, das Lichtdesigner Michael Grundner verantwortete. Besonders heikel: Das Frontlicht für den Unterrang. Der auf einem Teil der Zuschauertribüne positionierte Chor musste in allen Rängen gleichmäßig ausgeleuchtet sein, auch im oberen Bereich des Unterrangs – und zwar von vorne. Die Lösung: 6er Bars mit Steelflex abhängen und an den 6er Bars mehrere Ianiro Fluter montieren und als homogenes Frontlicht nutzen. „Klingt sehr technisch, war es auch“, sagt Andy und stellt klar: „Mit den künstlerischen Inhalten hatten wir nichts zu tun.“

Das könnte sich aber vielleicht bald ändern, wenn satis&fy sich mit einem eigenen Chor gesanglich am Oratorium beteiligen würde. Denn im zweiten Schritt des von der Stiftung Creative Kirche in Witten zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland e rdachten Gesamtkunstwerks ist eine Tournee im Jubiläumsjahr 2017 in acht Städte vorgesehen. Ein Ensemble aus professionellen Musical-Darstellern wird mittels Rückblenden und Ausblicken besingen, wie Luther um die biblische Wahrheit rang und gegen Obrigkeit und Kirchenfürsten kämpfte (Regie Andreas Gergen, Choreographie Doris Marlis).

Für jeden Aufführungsort wird ein Projektchor aus 1.500 bis 2.500 Sängern zusammengestellt. Die Teilnehmer, die nicht Mitglied der Kirche sein müssen, werden aktuell noch gesucht. Ob Privat person, kirchlicher oder weltlicher Chor, ob Laiensänger oder Profi – jeder darf dabei sein. Also auch ein satis&fy-Chor! Also, liebe satis&fyler: Chor gründen und üben, üben, üben!

Photos: Marcus Simaitis

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