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Reden ist silber, Rednerpulte sind gold

„Wenn es etwas noch nicht gibt, konstruieren wir es einfach“, sagt Franziska Braunbeck. Was die diplomierte Innenarchitektin von unserem Scenic Department damit meint, ist eine typische Situation: Der Kunde hat einen bestimmten Bedarf, der sich mit nichts, was auf dem Markt ist, so richtig gut erfüllen lässt. So war es auch vor zweieinhalb Jahren, als die Messe Frankfurt Rednerpulte brauchte. Nicht irgendwelche natürlich. Sondern endlich mal solche, bei denen jemand ordentlich mitgedacht hat. Die alles können, was man sich schon immer von Rednerpulten gewünscht hat: Höhenverstellbar sollen sie sein. Mit Beleuchtung, Mikrofon, unsichtbarer Verkabelung und Getränkehalter. Individualisierbar wäre ganz schön. USB-Anschlüsse könnte man brauchen. Und man muss natürlich leicht und schnell dran kommen, an die Kabel. Es soll gut aussehen, richtig gut aussehen. Solide muss es außerdem sein und viele Transporte aushalten. Kurz: Anders und besser als alles, was es gibt. Daniel Klein, Chef der Produktionsabteilung, kennt solche Anfragen und weiß, wie sie zu beantworten sind. „Als Erstes grübeln unsere Konstrukteure nach Lösungen und machen Entwürfe. Und dann arbeiten alle eng zusammen – Schreiner, Elektrotechniker und Planer. So entsteht eine CAD-Darstellung, nach der ein Prototyp gebaut werden kann.“ Das klingt schlicht, aber dahinter verbirgt sich eine One-Stop-Solution im Kleinen: Alle Anforderungen sind von Anfang an mit bedacht, weil unter einem Dach verschiedene Fachleute von Anfang an zusammenarbeiten. Das Design geht nie auf Kosten der Funktionalität und umgekehrt.

Aus dem Rednerpult wurde eine Erfolgsgeschichte. Es hat sich im Einsatz so gut bewährt, dass aus dem Mietmöbel ein Habenwollenmöbel wurde: Die Messe Frankfurt hat 43 der wackeren Rednerstützen in ihren eigenen Bestand übernommen. Franziska hat die Pulte ebenfalls lieb gewonnen und preist deren Vorzüge nicht ohne Stolz: „Sonderwünsche sind da gar kein Problem. Man kann ein LED-beleuchtetes Logopaneel vorne anbringen oder spezielle Lackierungen vornehmen. Es ist wie ein sehr flexibles Baukastensystem. Die Hubsäule funktioniert mit Fernbedienung! Ein Vorschaumonitor lässt sich auch einbauen. Und außerdem steht das Pult auf einer Stahlplatte wie eine Eins.“ Hat das Wunderding eigentlich einen Namen? „Noch nicht“, sagt Franziska, „aber das kommt noch.“ Das hat auch einen Grund. Denn nicht nur die Messe Frankfurt hat ein Auge auf die Pulte geworfen, was die Abteilung auf die Idee brachte, das gute Stück grundsätzlich zum Verkauf anzubieten. Wer immer ein ausgeklügeltes Technik-Möbel auf seiner Bühne braucht, das individuell angepasst werden kann und „made in Germany“ ist, also einzeln und manuell zusammengebaut wird, der kann es bekommen. Damit steht ein schlankes Pult am Beginn einer Vision von der eigenen satis&fy-Möbellinie. Was wäre denn sonst noch alles möglich? Die Antwort hat Franziska eigentlich schon zu Beginn gegeben: „Wenn es etwas noch nicht gibt, konstruieren wir es einfach.“

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