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satis&fy bei der Weltklimakonferenz in Bonn

Vom 6. bis 17. November 2017 fand in Bonn die 23. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen statt. Dabei kamen Vertreterinnen und Vertreter aller Staaten zusammen, die die UN-Klimarahmenkonventionen unterzeichnet haben. Die internationale Vertragsparteienkonferenz trägt die Abkürzung COP23 (Conference of the Parties) und ist die größte zwischenstaatliche Konferenz, die bisher in Deutschland stattgefunden hat. Das Konzept: „Eine Konferenz – zwei Zonen“. In der sogenannten „Bula Zone“ wurden die Verhandlungen geführt, während in der „Bonn Zone“ auf der Blumenwiese in der Rheinaue Veranstaltungen rund um das Thema Klimaschutz in extra errichteten temporären Bauten stattfanden. Die Themen beim großen Treffen in Nordrhein-Westfalen waren unter anderem der Klimawandel, der Klimaschutz und die Umsetzung des Pariser Abkommens.

Gemeinschaftliche Bewerbung
Die satis&fy AG hat sich bei dem Ausschreibungsverfahren für die Weltklimakonferenz in Bonn erfolgreich durchsetzen können und als Bietergemeinschaft, zusammen mit Neumann & Müller, die Übernahme der gesamten Veranstaltungstechnik gewonnen. Neumann & Müller verantwortete die Ton-, Video- und Simultantechnik, während satis&fy für die Bereiche Lichttechnik und Rigging zuständig war. Nachdem das Ausschreibungsverfahren Ende Juli beendet wurde und damit feststand, dass die Bietergemeinschaft Teil dieser wichtigen Veranstaltung wird, galt es keine Zeit zu verlieren, denn bereits einen Monat später musste bereits mit dem Einbau der ersten Traversenstrecken in Bonn begonnen werden.

Perfektes Zusammenspiel mehrerer Niederlassungen
Über drei Monate war das Team von satis&fy, im Auftrag von Vagedes & Schmid, dem Generalunternehmer für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), in die Umsetzung der COP23 involviert. Ende August, sprich zehn Wochen vor Start der Konferenz, begann der Aufbau. Das Kopf-Team bestand aus Mitarbeitern der Projektleitung, dem Crewbooking und der Projektassistenz, zwei Mitarbeitern der Gewerkleitung aus dem Bereich Lighting & Rigging sowie zwei Lager-Logistikern. Hiervon waren vier Mitarbeiter fast komplett durchgehend vor Ort. Insgesamt wurden weit mehr als 1700 Schichten geplant, was bei 90 Arbeitstagen zu einem Schnitt von nahezu 20 Personen pro Tag führt. Besonders und sehr erfolgreich an diesem Projekt war vor allem das Zusammenspiel mehrerer satis&fy-Standorte, denn involviert waren neben der Berliner Niederlassung auch die Niederlassungen in Düsseldorf und Karben. Berlin übernahm dabei die Gesamtprojektleitung, das Crewbooking, die Assistenz, etwa fünfzig Prozent der technischen Leitung sowie die Lagerlogistik vor Ort. Düsseldorf kümmerte sich um die andere Hälfte der technischen Leitung und übernahm außerdem die Disposition. Materialeinkauf und Logistik, sowohl im Planungsprozess als auch vor Ort, waren Aufgabe des Karbener satis&fy-Teams.

Positive Zusammenarbeit mit anderen Dienstleistern
Aber auch die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gewerken, vom Zeltbauer über den Stromer und die Heizungsfirma bis hin zum Messebauer und dem Möbellieferanten – um nur ein paar Akteure zu nennen –, war ein Highlight, da sie von Anfang bis Ende reibungslos funktioniert hat und die Arbeit in vielerlei Hinsicht positiv beeinflusste.

Beeindruckende Zahlen
Natürlich benötigt die Ausstattung solch einer großen und vielfältigen Veranstaltung eine Menge Equipment. Deshalb waren etwa 40 Trailer-Ladungen im Einsatz, um das Equipment, darunter mehr als 10 000 Meter Traversen und 6000 Lampen, zu transportieren. Um innerhalb des Sicherheitsbereichs flexibel agieren zu können und spontane Ausfälle oder Änderungen umsetzen zu können, wurden zwischen den Zeltstädten und Produktions-Containerdörfern eigene kleine Lager in Form von Zelten oder Seefrachtcontainern eingerichtet. Insgesamt wurden etwa 200 Quadratmeter Lagerfläche für Sparematerial nur von satis&fy generiert und genutzt.

Sensibles Gelände
Dass so ein langes Projekt aber auch gewisse Herausforderungen mit sich bringt, ist fast selbstverständlich, besonders wenn das ganze unter freiem Himmel durchgeführt werden soll. Um beispielsweise die Park- und Rasenflächen der Rheinaue bestmöglich zu schützen, durften die LKWs nicht bis an die Zelte heranfahren. Deshalb wurde das gesamte Equipment in extra angelegten Logistikzonen ausgeladen und dann mittels Gabelstaplern zum gewünschten Zelteingang gebracht. Das bedeutete allerdings auch viel mehr personellen Aufwand für die Be- und Entladung, längere Wege für das Material und einen viel größeren Aufwand innerhalb der Logistik und des Personalmanagements. Selbstverständlich musste auch das Leergut auf gleichem Weg wieder aus den Zeltstädten herausgebracht werden und vor Abbau wieder angeliefert werden.

Nachhaltigkeit verpflichtet
Aber auch in allen anderen Bereichen wurde besonders darauf geachtet, ressourcenschonend zu arbeiten, denn die nachhaltige Ausrichtung der Konferenz war zentraler Bestandteil des Gesamtkonzepts. Da das eingebrachte Material dem eigenen Mietpark angehörte, entstanden keine Verbrauchs- oder Wegwerfprodukte. Außerdem wurde auf einen ressourcenschonenden Umgang mit dem Strom geachtet, wofür man zum Beispiel zwischen Tag- und Nachtbeleuchtung wechselte und ausschließlich die Bereiche beleuchtete, die in Benutzung waren.

Positives Fazit
Bei einem Projekt über drei Monate, bei dem man fast Tag und Nacht mit Kollegen, freien Technikern und anderen Firmen zusammenarbeitet, liegen die Nerven selbstverständlich auch irgendwann mal blank. Nichtsdestotrotz war das Projekt der Weltklimakonferenz 2017 in Bonn für satis&fy vor allem dadurch ein riesiger Erfolg, dass der Ablauf von Anfang bis Ende nahezu reibungslos und fehlerfrei verlaufen ist und alle Akteure zusammen großartige Arbeit geleistet haben.
 

Fotos: © BMUB/Dominik Ketz



 

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