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Schöner Schein

Im Februar und März tourte PUR erstmals seit zwei Jahren wieder durch Deutschland. Die „Schein&Sein“-Hallentournee machte in insgesamt 13 Städten Station und brachte es auf mehr als 140.000 Zuschauer. Nicht nur musikalisch begeisterte die Band ihre Fans, auch das völlig neue Bühnenprogramm sorgte beim Publikum für viel Applaus. Im Auftrag der Konzert-Managementagentur Live Act Music zeichnete satis&fy-Mitarbeiter und Lichtdesigner Peter Seifert verantwortlich für das Licht- und Bühnendesign.

Am 23. Februar startete die Tour, die ursprünglich am 13. Februar im Gerry Weber Stadion in Halle losgehen sollte, in München. Angestrahlt von 260 Scheinwerfern, darunter 105 Robe ColorSpots 2500, 65 Robe ColorWash 2500 und fünf Robert Juliat Cyrano 2500-Verfolger, legten der von seiner Stimmbandreizung frisch genesene Hartmut Engler und seine Band-Kollegen einen fulminanten, zweieinhalb stündigen Tourstart hin. Ausgedacht hatte sich das Licht- und Bühnendesign Lichtdesigner und satis&fy-Mitarbeiter Peter Seifert, der mit der Band bereits seit langem vertraut ist. Herzstück und Eyecatcher der Show stellte die Bühnenrückwand dar. „Unsere Idee war es, einen Lichtmatrix-Effekt zu erzeugen. Dafür haben wir 18 Paneele mit einem Durchmesser von jeweils 1,5 × 8 Metern senkrecht nebeneinander angebracht. Die um 180 Grad drehbaren Paneele wurden dann mit halbtransparenter Projektionsfolie bespannt und auf der Rückseite mit 90 Robin LEDBeam 100 von Robe bestückt“, erklärt Peter Seifert die aufwändige Installation, die über zwei grandMA Light Pulte gesteuert wurde. Um die Aufbauzeit vor Ort zu reduzieren, wurde bereits bei der Konstruktion darauf geachtet, dass alle Elemente einfach zerlegbar und transportierbar sind. „Durch diverse Probeaufbauten im Vorfeld haben wir sichergestellt, dass dann bei der Show alles reibungslos klappt“, so der Lichtdesigner. Der Aufwand habe sich gelohnt, „denn mit der Wand war alles möglich: die rückwärtige und vorderseitige Projektion von Bild- und Video-Content ebenso von Lichteffekten und natürlich die Nutzung der Spot-Matrix auch in Richtung Publikum.“ Zur technischen Infrastruktur gehörten daher auch sechs 20.000 Ansilumen-Beamer und sechs Panasonic-Kameras.

Auf der Hauptbühne sorgten außerdem sonderangefertigte Lampenschirme, die je nach Song verfahren wurden, für Abwechslung im Bühnenbild, das vor allem von der gewaltigen Präsenz des Frontmans Engler dominiert wurde. Und auch auf der vorgelagerten Kopfbühne, die Engler ein ums andere Mal mit neuen Songs, aber auch alten Perlen stürmte, sorgten kleine „Spielereien“ für Abwechslung. So fuhr während eines Songs ein Klavier aus dem Boden. Während einer anderen Darbietung schwebte eine überdimensionale Glitzerkugel von der Hallendecke. „Wir haben uns selten so akribisch auf eine Tour vorbereitet, wie in diesem Fall“, erzählt Seifert. So stattete auch das Band-Ensemble dem satis&fy-Firmensitz in Karben Anfang Februar einen Besuch ab und schaute sich 3D-Renderings sowie vorprogrammierte Video-Contents an. Auch ein Showdurchlauf wurde gezeigt. Wie beeindruckt die Band war, zeigt ein Youtoube-Video.

Am 1. Juni fiel der Startschuss für die Open-Air-Tournee mit weiteren insgesamt 29 Freiluftkonzerten, deren Schein satis&fy ebenfalls wahren wird.

Fotos ©: Louis Bürk

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