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Zeit-Sprünge mit dem Jumpman

NikeTowns begeistern mit wechselndem aufwendigem Dekor ihr Publikum regelmäßig aufs Neue. Aktuell ist bei der Ausgestaltung der Flagship-Läden in New York, San Francisco und Chicago „Space Jam“ das gestalterische Thema, jener legendäre Animations-/Fantasyfilm mit der Basketball-Legende Michael Jordan. Und damit stehen natürlich die Basketball-Produkte von Jordan ganz im Mittelpunkt. Seit 2014 ist satis&fy mit der Umsetzung der fantastischen Gestaltungsideen von Nike in NYC betraut. Es folgten Ausbauten in Chicago, San Francisco und Santa Monica.

Für die Jüngeren unter uns (oder wer’s vergessen hat): Bei Space Jam geht es darum, dass animierte Space-Aliens gegen die Cartoonlegenden Bugs Bunny und Co. zu einem alles entscheidenden Basketballspiel antreten. Dabei kommen auch echte NBA-Cracks wie Michael Jordan zum Einsatz. Wer das Duell gewonnen hat, dürfen Sie raten.

Wie immer sind die Zeitfenster bei diesen Projekten klein und die Anforderungen hoch. „Wer denkt, wir haben einen Vorteil, weil wir das schon eine Weile machen, hat sich geirrt“, sagt Ray Lederer, Leiter Eventarchitektur bei satis&fy. „Copy-and-paste kommt nur selten vor, wir sind bisweilen an dem Punkt, wo wir das Rad neu erfinden müssen. Oft bedeutet das aufwendige Prototypentwicklung und komplizierte Testphasen, anschließend Herstellung und Aufbau der fertigen Gadgets. Das ist extrem spannend. Und kann schon mal schlafraubend sein.“

Eine Besonderheit diesmal: das berühmte Jumpman-Logo im Format 4,50m x 4,50m als beidseitig leuchtendes LED-Sign, freischwebend im Atrium aufgehängt. Der spannendste Moment nach einer herausfordernden Entwicklungsphase kam für uns, als das riesige und dennoch filigrane Artefakt nach liegender Anlieferung vorsichtig aufgerichtet wurde, um anschließend nach oben gezogen zu werden. „Unsere Konstruktions- und Produktionsteams hatten wie immer präzise kalkuliert und alles hing schließlich wie geplant an extra dünnen Seilen von der Decke herab. Ein echtes „First“!“

satis&fy, LLC war für den Aufbau in New York zuständig, die Ausstattung der beiden anderen NikeTowns in Chicago und San Francisco wurden an einen externen Dienstleister übergeben. Wir haben „abgespeckte“ Varianten vom NYC-Set als modulare Konstruktion zum Aufbau vorbereitet und einschließlich Dekomaterial für Installation und Anbringung angeliefert.

Eine weitere Sonderanfertigung waren „stellare“ Elemente wie täuschend echte Meteoriten und ein Modell vom Mond, wobei die Oberflächengestaltung zunächst Kopfschmerzen bereitete. Und was macht man in so einem Fall? Man organisiert sich 3D-Daten der NASA von der echten Mondoberfläche und überträgt diese perfekt auf die Objekte. „Auf die Mondsphäre am Eingang sind wir besonders stolz“, erklärt Ray. Auch die als Display-Säulen genutzten Meteoriten im Verkaufsraum stehen ihren Originalen in nichts nach.

Ein weiteres Highlight war die spacige 3D-Infinity-Installation mit dem Jumpman im Mittelpunkt. Hier kam es vor allem auf die Abstimmung mit Technik und Deko an, um die beabsichtigten Effekte voll zur Geltung zu bringen.

„Der Neon-Jumpman kam erst ganz spät ins Spiel. Zu seiner Realisierung – und der seiner beiden Teammates – hatten wir ganze 8 Tage Zeit“, erinnert sich Ray. „Als internationales Unternehmen konnten wir in der Entwurfsphase auf Teams in verschiedenen Zeitzonen zurückgreifen, die das perfekt getimt durchgezogen haben. Mein Dank an alle, die dabei waren, besonders an meine Teammates Benjamin Obholzer und Kim Leinum.“


Fotos: Dorothy Hong

 

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