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satis&fy realisiert zweistelliges Wachstum

Im letzten Geschäftsjahr erzielte der Anbieter für Eventtechnik und Eventarchitektur eine neue Umsatzbestmarke. Der Konzernumsatz für das Wirtschaftsjahr 2013/2014, das am 30. September 2014 endete, lag bei 58,6 Millionen Euro nach 44,7 Millionen Euro im Vorjahr und damit deutlich über den Erwartungen des Unternehmens aus Karben. Die Investitionsquote lag bei circa 7 Prozent des Umsatzes. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich die Unternehmensführung zuversichtlich. Impulse erwartet das Unternehmen auch von der in Kürze geplanten Eröffnung eines Standortes in New York.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 steigerte die satis&fy AG (satis&fy) ihren Umsatz um 31,1 Prozent auf 58,6 Millionen Euro. Der Umsatzzuwachs hat sich auch auf der Ertragsseite positiv niedergeschlagen. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich von 3,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 7,5 Millionen Euro. 26,4 Prozent des Gesamtumsatzes entfällt auf die erst vor zwei Jahren eröffnete Niederlassung in Portland, USA. Auch die Belegschaft des Konzerns ist im gleichen Zeitraum um 11,7 Prozent auf 419 Mitarbeiter gewachsen. In dieser Zahl noch nicht enthalten sind die 34 Mitarbeiter des Neusser Unternehmens Lightcompany, das seit letztem Frühjahr zum Konzern gehört. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen, das europaweit zu den Marktführern zählt, einen Umsatz in ähnlicher Größe. „Wir sind optimistisch, die positive Umsatzentwicklung trotz herausforderndem Umfeld fortsetzen zu können. Mit unserem Strategiekonzept ‚Vision 2020‘ sind wir bestens aufgestellt, das Unternehmen nachhaltig zukunftsfähig zu machen“, so Ubenauf. Im nächsten Geschäftsjahr werde auch der Umsatz der Lightcompany erstmalig in die Umsätze eingerechnet. Ubenauf erwartet einen Umsatzbeitrag von circa fünf bis sechs Millionen Euro.

100 Events in einer Woche 
„Wir wurden von unserem Wachstum selbst ein wenig überrascht“, gibt Ubenauf zu. Über 3200 Produktionen setzte man im letzten Geschäftsjahr um. Im Frühjahr und im Sommer brachten Veranstaltungen rund um die WM positive Impulse. „Allein im Juni letzten Jahres haben wir 100 Events in einer Woche parallel abgewickelt“, so der 45jährige. Ein Highlight sei die Umsetzung des World Basketball Festivals in Chicago für den Sportartikelhersteller Nike gewesen. Mit dieser Veranstaltung wurde der bisher größte Einzelumsatz der Unternehmensgeschichte erzielt. Weitere Wachstumsimpulse lieferte die Zusammenarbeit mit einer großen deutschen Bank, aber auch Veranstaltungen für Industriekunden wie TUI Cruises, Swarovski, Huawei, Essilor und Alcatel. Im Touring Bereich standen namhafte Künstler wie Helene Fischer, Adel Tawil und Udo Lindenberg auf dem Auftragsblock.

Interne Strukturreformen weitergeführt
Wichtige strategische Weichenstellungen in den letzten zwei Jahren haben sich ebenfalls positiv auf das Umsatzwachstum ausgewirkt. Bereits 2013 hatte satis&fy im Rahmen der ‚Vision 2020‘ Strukturreformen angestoßen, um für neue Aufgaben gerüstet zu sein. Interne Abläufe wurden verbessert und Dienstleistungssegmente, wie die Großkundenbetreuung ausgebaut. Der Wechsel von Vorstand Kai Weiberg in den Aufsichtsrat brachte ebenfalls Veränderungen mit sich. So wurde beispielsweise ein Corporate Development Team aufgebaut, mit dessen Hilfe Lösungsansätze für strategische, prozessuale und methodische Fragestellungen im Konzernkontext erarbeitet werden sollen.

Standortausbau in den USA
Für das neue Geschäftsjahr verfolgt der Full-Service-Anbieter ambitionierte Ziele. So wird man im zweiten Quartal einen Standort in New York eröffnen und damit die Internationalisierung weiter voran treiben. „Wir haben im letzten Jahr immer mehr Events auch an der Ostküste abgewickelt. Daher war es für uns letztendlich ein logischer Schritt, uns in New York niederzulassen“, erklärt der Vorstandschef. Es ist bereits der zweite Standort in den USA. 2012 wurde eine Niederlassung in Portland an der Westküste eröffnet. Für satis&fy stellen die USA einen wichtigen Wachstumsmarkt dar. „Wir übernehmen die Verantwortung für die komplette Ausstattung von Veranstaltungen mit Eventtechnik und anderen Gewerken. Damit bieten wir eine ganzheitliche Dienstleistung an, die es im amerikanischen Markt so nicht gibt.“

Neues Warenwirtschaftssystem 
Als besondere Herausforderung sieht der Unternehmenschef in diesem Jahr auch die Umstellung auf ein neues Warenwirtschaftssystem. „Wir treiben die Umstellung seit eineinhalb Jahre voran. Seit Dezember arbeiten wir jetzt unter neuen Bedingungen“, erklärt er. Das System solle helfen, die vielen komplexen Abläufe besser zu steuern und eine jederzeit nachvollziehbare und deutlich schnellere Bearbeitung von Angeboten und Aufträgen zu schaffen. Die Umstellung habe die Abläufe schon zum jetzigen Zeitpunkt deutlich vereinfacht.

Positiver Blick nach vorne
„In den nächsten Monaten werden wir uns darauf konzentrieren, das Unternehmen kontinuierlich und nachhaltig zukunftsfähig zu machen. Unser Augenmerk werden wir weiterhin vor allem auf unser organisches Wachstum legen“, so Ubenauf. So ständen vor allem die Verbesserung des Dienstleistungs- und Serviceangebots, die Kostensenkung und der weitere Ausbau einer wachstumsfördernden Organisationsstruktur auf der betrieblichen to-do-Liste. Die Integration der Lightcompany werde ebenfalls vorangetrieben. Bisher verlaufe diese vorbildlich, heißt es von beiden Seiten.

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